Dirigent


Dr. Helmut Bartel

Dr. Helmut Bartel, geboren 1949 in Bad Mergentheim, studierte Musikerziehung sowie Chor- und Orchesterleitung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, unter anderem bei Helmuth Rilling und Jiri Starek. Nach dem Studium der Musikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main promovierte er über Heinrich Adam Neeb, einen Frankfurter Komponisten. Heute ist er Oberstudienrat am Heinrich von Gagern-Gymnasium in Frankfurt und hat einen Lehrauftrag im Bereich Musikpädagogik an der Frankfurter Musikhochschule.

Helmut Bartel leitete zahlreiche Chöre, 1977 übernahm er den Neeber-Schuler-Chor, mit dem er zahlreiche Konzerte in Deutschland gab. Konzertreisen führten unter anderem nach England, Österreich, Ungarn, Spanien, Belgien und in die Schweiz. Die 1838 gegründete Frankfurter Mozartstiftung, die noch heute Stipendien für junge Komponisten zur Verfügung stellt, wählte ihn 1993 in ihren Verwaltungsrat. Die Stadt Frankfurt verlieh ihm 2004 die Bürgermedaille für langjährige ehrenamtliche musikalische Aktivitäten mit lokalem Schwerpunkt. Seit 2008 ist er Leiter der Universitätsmusik der Goethe -Universität in Frankfurt am Main und wurde 2011 zum Universitätsmusikdirektor der Goethe-Universität ernannt.

Bürgermedaille der Stadt Frankfurt am Main für Herrn Dr. Helmut Bartel

Auf der einen Seite der Medaille befindet sich ein Adler, das Wappentier der Stadt Frankfurt, auf der Rückseite ist der Name Dr. Helmut Bartel zu lesen. Stolz legt der Ausgezeichnete das kostbare Stück wieder zurück in das Etui und beantwortet der jungen Journalistin noch einige Fragen über seinen Werdegang. Die Dissertation hat er über Heinrich-Adam Neeb geschrieben, Frankfurter Komponist und Chorleiter. Sein Lieblingskomponist ist Mendelssohn-Bartholdy, dessen Musik so unbeschwert ist wie er selbst. Eine Frage folgt auf die andere. Der offizielle Teil ist vorüber und bei einem Glas Sekt plaudern die geladenen Gäste im Limpurgsaal des Römers über dies oder jenes.

Zu Beginn der Feierstunde weist Stadtverordnetenvorsteher Bührmann auf die Bedeutung der Bürgermedaille hin. Gedacht ist sie für herausgehobene Beiträge für die Gemeinschaft und ist parallel zur Ehrenplakette zu verstehen. Maximal fünf Medaillen werden im Jahr vergeben, um ihre Besonderheit zu bewahren. Heute sei es nicht mehr selbstverständlich sich ehrenamtlich zu betätigen, Nachwuchs zu finden sei schwierig, bedauert Herr Bührmann. Um so erfreulicher sei es für ihn, zwei engagierte Bürger auszeichnen zu dürfen.

Einer von ihnen ist Herr Josef Häfner, der sich im Gallus in der Vereinsarbeit engagiert hat, jährlich einen Weihnachtsmarkt und Straßenfeste organisiert und für viele andere Aktivitäten verantwortlich ist.

Und da ist noch Dr. Helmut Bartel, Lehrer für Musik und Geographie am Heinrich-von-Gagern-Gymnasium, seit 1970 Leiter verschiedener Chöre in Frankfurt, vorneweg des Neeber – Schuler Chors, ein Chor, der durch regelmäßige Auftritte auf dem Weihnachtsmarkt oder in der Heilig-Geist Kirche vielen Bürgen bekannt ist. 1993 war Helmut Bartel dabei, als es um „Schule musizieren“ ging. 2003 hat er die Oper „Hänsel und Gretel“ im Rahmen der Schultheatertage ins Mouson-Theater getragen. Sein Engagement hat vielen Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geboten, ihre Fähigkeiten an unterschiedlichen Örtlichkeiten mit öffentlichem Charakter zur Geltung zu bringen.

Dann werden den Gattinnen der Geehrten Blumen überreicht, ein Fotoshooting schließt sich an.

„Mit der Flöte hat er angefangen, dann kam die Geige“. Gisela Bartel, Helmut Bartels Schwester, sitzt auf einem der roten Plüschstühle und erinnert sich. Der Vater war Geiger, die Mutter spielte Klavier, der Jüngste von drei Brüdern hatte Glück und wurde gefördert. Ein guter Schüler war er obendrein, damals am Lessing Gymnasium. Lustig? Ja, lustig war er auch.

Zwei Herren wollen aufräumen. Die letzten Gäste verlassen den Saal. Eigentlich gäbe es noch viel zu berichten über Helmut Bartel, dem am 15.12. 2004 die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt am Main überreicht wurde. Also, da ist sein morgendliches Summen im Kopierraum der Schule, seine Vorliebe für die ordentliche Tasse Kaffee aus der vom technischen Schulassistenten Stephan Heydel liebevoll gepflegten Kaffeemaschine im Lehrerzimmer. Und da war einmal Petruschka, eine Spontaninszenierung mit Ballett und allem drum und dran am letzten Schultag vor den großen Ferien, und ……………….

Text: Roswitha Winter-Stein
Fotos: Frau Blümm-Rasch, Roswitha Winter-Stein
Quelle: Website des Heinrich-von-Gagern Gymnasiums


Powered by WordPress